„Es gibt ja kein Alter, in dem man alles so irrsinnig intensiv erlebt wie in der Kindheit. Wir Großen, die doch selbst einmal Kinder gewesen sind, sollten uns daran erinnern, wie das war.“
„Ja, das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat mir das Leben nicht beschert.“
„Ein Kind mit seinem Buch allein erschafft sich irgendwo in den geheimen Kammern der Seele eigene Bilder, die alles andere übertreffen. Solche Bilder sind für den Menschen notwendig. An dem Tag, da die Phantasie des Kindes keine Bilder mehr zu erschaffen vermag, wird die Menschheit arm. Alles Große, das in der Welt vollbracht wurde, spielte sich zuerst in der Phantasie eines Menschen ab, und wie die Welt von morgen aussellen wird, hängt zum großen Teil vom Maß der Einbildungskraft jener ab, die heute lesen lernen.“
„Die Bücher brauchen die Phantasie der Kinder, das ist wahr. Aber noch wahrer ist, daß die Phantasie der Kinder die Bücher braucht, um zu leben und um zu wachsen. Es gibt nichts, was das Buch als Wurzelboden der Phantasie ersetzen kann.“