in Vondern
Am Rhein-Herne-Kanal
Die Brache Vondern und Kolonie Vondern

Oberhausen wird in West-Ost-Richtung stark durchschschnitten. Mit dem Verschwinden der Schwerindustrie und durch Brückenbauten verbessert sich die Situation; auch durch den Bau des CentrO. ist da sicher die Durchlässigkeit größer geworden.

Wie stark der Schnitt früher war, erkennt man besonders gut auf der Höhe von Haus Ripshorst. Von Süden kommend erreicht man als erstes die breiten Gleisanlagen des Sammelbahnhofs Frintrop. Heute verlaufen hier nur noch zwei Gleisstränge, die genutzt werden. Der Rest gehört zur Industriebrache des Emscherparks. Etwas weiter gelangt man zum Rhein-Herne-Kanal, parallel dahinter folgt die Emscher. Der nächste Streifen gehört zum Gelände der Zeche Vondern, die von 1906 bis in die dreißiger Jahre hier gefördert hatte. Zur Zechenanlage gehörte auch eine Kokerei. Heute sind alle Anlagen abgebaut, und der Emscherpark hat das Gelände der Natur zurückgegeben. Auf der Brache Vondern hört man schon kräftig die angrenzende Autobahn 42, den Emscherschnellweg. Wiederum etwas weiter nördlich folgen die breiten Gleisanlagen des Verschiebebahnhofs Vondern.

Zwischen Emscherschnellweg und Gleisanlagen liegt die Kolonie Vondern, die reichlich abgeschieden nur von Westen oder Osten zu erreichen ist. Die Häuser lassen eine schöne Architektur erkennen, aber leider hat man es versäumt, ein einheitliches Bild zu erhalten. So weisen die Häuser verschiedenartige Anbauten, oft unterschiedliche Fenster und Türen innerhalb eines Hauses und andere unschöne Veränderungen auf. Auch das stilvolle Konsumgeschäft wird nicht mehr genutzt. Sehenswert bleibt die Kolonie trotzdem.

Älter als fast alle Querschnitte ist die im Osten gelegene Burg Vondern.