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Am Rhein-Herne-Kanal Der Kanal Das Ruhrgebiet brauchte Transportwege für große Mengen an Rohstoffen: In das Ruhrgebiet hinein mussten Erze und Kalkstein transportiert werden, aus dem Ruhrgebiet hinaus Kohle und Stahl. Wichtig war immer dafür die Eisenbahn, aber für diese Massen war sie überlastet, da boten sich eher Schiffe für den Transport an. Viel früher hatte die Ruhr ausgereicht. Das Fördergebiet der Kohle lag damals noch an ihren Rändern, wie in Hattingen, Essen-Kupferdreh oder Mülheim, und außerdem waren die Boote zu der Zeit noch klein genug, dass die Ruhr sie aufnehmen konnte. Allmählich waren aber noch größere Massen zu transportieren, und die Ruhr lag nicht mehr dicht genug an den Orten, wo die Kohle gefördert wurde. Also gehörte zu der Verkehrsplanung der Kanalbau. Um an die Nordseehäfen zu gelangen konnte man schon den Rhein benutzen, der in Rotterdam in die Nordsee fließt. Den Rhein konnte man auch gut befahren, um nach Süddeutschland zu kommen. Die deutschen Hafenstädte allerdings erreichte man erst, nachdem der Dortmund-Ems-Kanal gebaut war (1899). Nun sollten aber nicht nur Duisburg und Dortmund mit der Nordsee verbunden sein, sondern auch die anderen Ruhrgebietsstädte. Es mußten also noch Querverbindungen gebaut werden. So entstanden der Rhein-Herne-Kanal (1914) und weiter im Norden am Rand des Ruhrgebiets der Wesel-Datteln-Kanal (1931). Der Rhein-Herne-Kanal ist 45 Kilometer lang und hat zwischen Herne und Duisburg einen Höhenunterschied von 35 Metern. Dazu werden 5 Schleusen gebraucht. Weil sich durch den Bergbau die Erde immer wieder gesenkt hat, waren mehrere Deicherhöhungen nötig. |
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