Bis zur Schulreform 1968 war in dem Gebäude aus den fünfziger Jahren die Johannesschule untergebracht. Es war eine katholische Volksschule mit Klassen von 1 bis 8, die nun in eine Grundschule mit Klassen von 1 bis 4 umgewandelt wurde. Weil Klassen freistanden, wurde die neu entstandene Städtische Gemeinschaftsgrundschule an der Stiftstraße (die spätere Astrid-Lindgren-Schule —> Geschichte) hier untergebracht. Bis heute teilen sich beide Grundschulen (übrigens ganz friedlich) das Gebäude.


So sah die Johannes­schule kurz nach ihrer Fertig­stellung etwa 1960 aus. Damals war sie noch nicht eingezäunt, und auch die Büsche und Bäume fehlten noch.

Das Gebäude liegt in einer ziemlich ruhigen Wohngegend, umgeben von Platanen und vielen Sträuchern. Es war bis 1999 mit gelben Klinkern verkleidet und beherbergte 10 große Klassenräume. Dazu gehörte ein Mehrzweckraum, der für Gymnastik und Feiern zu benutzen war. Im Keller gab es zwei Werkräume, die aber schon bald als zusätzliche Klassenräume herhalten mussten. Ende der achtziger Jahre mußte sogar der Mehrzweckraum als Klassenraum dienen.

Ursprünglich wurde die Zentralheizung der Schule mit Koks betrieben, was für den Hausmeister harte Arbeit bedeutete. In den siebziger Jahren wurde die Schule an das Fernwärmenetz der Energieversorgung Oberhausen angeschlossen.

1991 wurde der Schulhof aufgewertet. In einer Ecke entstand ein großer Sandkasten mit einer Kletteranlage.

1993 wurde der angrenzende Spielplatz so umgestaltet, dass die Kinder ihn seitdem in der Pause auch als Schulhof benutzen können.

1995 wurde die gesamte Schulanlage modernen Sicherheitsansprüchen angepasst. Besonders davon betroffen waren die Treppenhäuser. Die Klassenräume erhielten neue blaue Türen.

Die Flure waren bis 1996 mit einem uralten hellbraunen Anstrich versehen. Nun wurden sie weiß gestrichen und mit Motiven aus Astrid Lindgrens Büchern versehen.

Weil die ALS und die Johannesschule mit dem Raum nicht mehr auskamen, erhielten sie einen Neubau für fünf Klassen. Die engen Kellerräume und der ehemalige Mehrzweckraum werden nicht mehr als Klassenräume genutzt. Die Trennwand zwischen den kleinen Kellerräumen wurde entfernt und durch eine bewegliche Wand ersetzt. Dadurch entstand ein neuer Mehrzweckraum, der ansonsten für die Betreuungsgruppen verwendet werden kann. Der Verwaltungstrakt wurde renoviert. Jetzt kann auch dort viel lustvoller gearbeitet werden.

1997 wurden die Klassen im alten Gebäude neu gestrichen, was nach über 25 Jahren auch dringend nötig war. Sie sind jetzt weiß und blau und wirken viel freundlicher. Die Toiletten wurden gründlich saniert.

In den großen Ferien 1998 wurde der erste Teil der fast fünfzig Jahre alten Fenster ausgetauscht: Die Gruppenräume und Garderoben haben jetzt schöne neue Fenster mit Kunststoffrahmen. Der Trakt der Johannesschule hat sogar sämtliche Fenster ersetzt bekommen.

In den Herbstferien 1999 wurden die restlichen Fenster in den Klassenräumen ausgetauscht. Jetzt sieht die Astrid-Lindgren-Schule sehr viel besser aus. Die Wände zwischen den Fenstern sind jetzt nicht mehr blau, sondern weiß mit gelb. Leider konnte die Bauleitung es nicht ermöglichen, das gleiche Gelb zu benutzen wie im vergangenen Jahr. Zwei unterschiedliche Gelbtöne an der Fassade sehen leider hässlich aus.

In den großen Ferien 2000 wurde der Verwaltungstrakt renoviert: Der nasse Keller wurde trocken gelegt, die uralten Fenster und Außentüren wurden ausgetauscht. Die Fassade ist an diesem Gebäudeteil blau und weiß gestrichen.

Im November 2000 begannen die Umbaumaßnahmen für eine Schülerbücherei auf der Fläche im ersten Stock des Treppenhauses. Seit dem Schuljahr 2001/2002 wird die Bücherei gern von den Kindern benutzt.

Die Bücherei, die noch kein Jahr alt war, wurde in den Sommerferien 2002 teilweise wieder abgerissen und leicht verändert neu aufgebaut, weil die Feuerwehr besondere Schutzbedingungen forderte. Auch als Feuerschutz begründet wurde im oberen Flur eine Zwischentür eingebaut. Es ist eine dunkle Engstelle entstanden.

Im März 2004 erhielt der Betreuungsraum eine komplette Küchenzeile. Gleichzeitig wurden auf den Fluren Feuerschutztüren eingebaut, die allerdings den täglichen Betrieb behindern und Fluchtwege einengen.

Ein Tornado gestaltete im Juli 2004 den Schulhof um: Mehrere alte kräftige Bäume fielen um und machten den Schulhof luftiger. Das Gebäude wurde verschont.

Der hintere Schulhof, der seitdem etwas unaufgeräumt aussah, erhielt im Sommer 2005 ein neues Gesicht. Es entstand ein neues Klettergerüst, neue Sitzgelegenheiten und frische Grünflächen.

Letzte Überarbeitung am 14.07.2005/Peter Oberem