Die Astrid-Lindgren-Schule in Hochheim (Hessen) ist an einer Aktion beteiligt, die sich „Arbeitsgemeinschaft Hochheimer Kindergärten und Grundschulen“ nennt. Am 28.02.2002 fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lernen durch Bewegung im Kindergarten, in der Schule und zu Hause“ statt, über die das Rhein-Main Net berichtete.

Wenn man sein Kind mit dem Auto zur Schule fährt,
kann man es auch gleich zu Hause lassen

Die Podiumsdiskussion war die erste öffentliche Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft. Beteiligt waren Vertreter der Schulen und Kindergärten, Motopädagogen, ein Vertreter der Unfallkasse Hessen und ein Vertreter der Sportjugend.

Kinder bewegen sich meist viel zu wenig. Sie zeigen wenig Interesse am Lernen, haben aber auch durch ihre Konzentrationsschwäche Schwierigkeiten dabei. Zu beobachten sind auch oft Übergewicht und Verhaltensauffälligkeiten. Wie können Erziehende helfen?

Zunächst sollen Erkenntnisse öffentlich verbreitet werden, deshalb auch diese Veranstaltung. Einer der Motopädagogen erläuterte den Lernprozess. Er läuft in drei Phasen ab, nämlich wahrnehmen, bearbeiten und speichern. Die Kinder sehen, hören und fühlen den ganzen Tag, allerdings individuell sehr unterschiedlich. Das, was sie an Eindrücken gesammelt haben, verarbeiten sie im Kopf, wobei Erwachsene ihnen helfen und dem Gelernten die entsprechende Bedeutung zumessen. Das Speichern geschieht überwiegend dann, wenn keine neuen Eindrücke dazukommen: beim Schlaf. So ist es nahe liegend, dass wir Kindern schon beträchtlich helfen, wenn wir ihre Ruhephasen sicherstellen.

Eltern sollten dafür sorgen, dass Kinder selbst ursprüngliche Erfahrungen machen. Wenn sie ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, nehmen sie ihnen wichtige Möglichkeiten. Überspitzt gesagt, könnten sie ihre Kinder auch gleich zu Hause lassen.

Die Teilnehmer raten Eltern, ihren Kindern mehr Vertrauen entgegen zu bringen. Die Kinder sollten ihre Grenzen selbst testen können. Auch die Vorbildfunktion ist nicht zu unterschätzen. Leicht übernehmen Kinder eine ablehnende Haltung dem Sport gegenüber. Zeigen die Erwachsenen dagegen Spaß an der Bewegung, überträgt sich das auf die Kinder.

Spielsachen sollen Raum für Kreativität lassen. Eine Hängematte oder ein einfacher Boxsack können sehr nützlich sein. Und sehr wichtig ist natürlich, dass Eltern auch einmal Zeit finden, mit ihren Kindern herum zu tollen oder zu spielen.

Den vollständigen Artikel findet man im Internet hier.